Heilmittel Hund?

Wie Vierbeiner zur körperlichen und seelischen Gesundheit im Alltag beitragen können

Sie sind 100 Prozent rezeptfrei. Haben nur enorm selten Nebenwirkungen. Und sind wahre Booster für die seelische – und oft auch körperliche – Gesundheit von Jung und Alt: Haustiere lehren uns Menschen Geduld, Respekt und Warmherzigkeit. Der Lohn: Bedingungslose Liebe und viel Wohltat für die Psyche.

Vorurteilsfrei

Hunde benehmen sich authentisch. Und für ihre Bewertung, wen sie mögen und wen nicht, ist es vollkommen egal, wie groß oder klein, dick oder dünn, arm oder reich jemand ist. Geschlecht, Hautfarbe, Beruf oder Herkunft? Ist dem Hund in aller Regel erst einmal komplett schnuppe. Dafür geben sie direktes Feedback. Das kann das Selbstbewusstsein stärken, wenn die Vierbeiner ihre Zuneigung ausdrücken.

Gut für die Entwicklung

Gerade auch Kinder und Jugendliche können enorm von einem tierischen Freund profitieren. Zum einen lernen sie, dass andere Lebewesen Bedürfnisse haben. Sie müssen Verantwortung übernehmen und sich kümmern.

Nur, weil das Kind womöglich „keine Lust“ hat, ändert sich nichts an den Bedürfnissen des Vierbeiners: Er muss an die frische Luft, braucht Essen und Aufmerksamkeit und muss zur Not auch mal streng behandelt und erzogen werden. Hat das Erfolg, stärkt es Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen. Wobei die Eltern ihr Kind bei der (Hunde-)Haltung, auch im Sinne des Tierwohls, unterstützen sollten. Denn je nach Alter können Kinder nicht zu 100 Prozent für ein Tier da sein. Auch dann nicht, wenn es offiziell „ihr“ Tier ist.

Anker und Vitalitätsquelle für Senioren

Nicht nur, aber auch bei älteren Menschen, die ihren Kontakt zur Außenwelt krankheitsbedingt oder aufgrund seelischer Wunden reduziert haben, kann das Zusammenleben mit einem Hund erstaunliche Effekte erzielen. Denn beim Spielen und Lachen schütten wir Endorphine, also Glückshormone, aus.

Beides geht mit den Vierbeinern wunderbar – zumal diese oft eine überraschende „emotionale Intelligenz“ besitzen. Nicht zu unterschätzen ist auch der Faktor Bewegung, den sie ins Leben von Herrchen und/oder Frauchen bringen. Denn Hundehalter sind in der Regel gezwungen, ihren Vierbeiner mehrmals täglich Gassi zu führen. Das sorgt für Frischluftzufuhr und körperliche Aktivität. Und davon wiederum profitieren die Kondition, das Herz- und Kreislauf-System sowie die Immunabwehr.

Welche sonstigen positiven Effekte können Hunde haben?

Was kann das Zusammenleben mit einem Hund darüber hinaus für die Gesundheit bewirken? So einiges! Stress kann abgebaut, das Selbstbewusstsein gestärkt und der Blutdruck gesenkt werden. Und das alles ohne Nebenwirkungen.

Aber weshalb ist das so?

Einen Anhaltspunkt liefert das Hormon Oxytocin, das für Bindung und Nähe sorgt. Unser Körper produziert es, wenn wir Partnerschaften eingehen oder Kinder bekommen – oder eben, wenn wir ein Tier in unser Leben lassen. Denn auch dann profitieren wir von all den positiven Effekten, die es mit sich bringt. Wie etwa der Fähigkeit, Ängste leichter zu bewältigen und unsere Feinfühligkeit zu erhöhen. Aber auch ganz konkret lässt sich die positive Auswirkung eines Hundes auf unsere Gesundheit feststellen.

So zeigte eine 2017 veröffentlichte, zwölf Jahre umfassende schwedische Studie mit rund 3,5 Millionen Teilnehmern, dass alleinstehende Hundehalter verglichen mit Nicht-Hundehaltern eine um 33 Prozent geringere Todesrate aufwiesen. Ihr Risiko für Herzinfarkte sank dabei um rund ein Zehntel, da der Hund psychosoziale Stressfaktoren wie Isolation, Depression und Einsamkeit besser aufzufangen half.

Hilfe fürs seelische Gleichgewicht

Nicht jeder ist in der Lage, sich Haustiere zu halten. Wenn Sie dennoch etwas für Ihre (seelische) Gesundheit tun möchten, sprechen Sie uns an.

Wir bei der BKK PwC haben verschiedene Leistungen rund um Psyche und Wohlbefinden für Sie in unserem Leistungsangebot.

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Veröffentlicht: 06.12.2022 - Aktualisiert: 16.12.2022